Ev. Kirche Rosdorf

Deutschland
Baujahr: 1997    

Tonumfang:
Manuale: C - a³ = 58 Töne
Pedal: C - f¹ = 30 Töne

Koppeln
II/I., I/P., I/P.
Sonstiges

Mechanische Schleiflade, ohne Wellenbretter,

strahlenförmige Traktur nach Töpfer.

I. Manual: Hauptwerk
Bourdun 16'  
Principal 8'  
Gamba 8'  
Hohlföte 8'  
Gedackt 8'  
Octave 4'  
Gemshorn 4'  
Quinta 3'  
Octave 2'  
Mixtur IV 2'  
Trompete 8'  
II. Manual: Hinterwerk/Schwellwerk
Lieblich Gedackt 16'  
Geigenprincipal 8'  
Flauto traverso 8'  
Lieblich Gedackt 8'  
Salicional 8'  
Vox coelestis 8'  
Geigenprincipal 4'  
Rohrflöte 4'  
Waldflöte 2'  
Cornett III 2 2/3'  
Oboe 8'  
Pedal
Violon 16'  
Subbaß 16'  
Principalbaß 8'  
Violoncelle 8'  
Octave 4'  
Posaune 16'  

 

Beschreibung

Mit dem Bau der Orgel wurde Carl Giesecke (1812-1888) 1861 beauftragt. Er baute die Orgel 1862/63. Orgel und Kircheninneres sind aus einem Guss, wozu der beauftragte Bildhauer mit beitrug. Die gezeigten Figuren sind David und Cäcilie. Ursprünglich war das ganze Gehäuse einmal in Eiche naturbelassen, worauf die nicht farblich gefassten Teile noch hinweisen. Giesecke war ein Schüler Joh. Friedrich Schulzes aus Paulinzella und dessen Intonateur. Viele Details des Pfeifenwerks sind fast baugleich mit den Registern Schulzes. Beide waren stark beeinflusst von dem Orgeltheoretiker Johann Gottlob Töpfer, der im 19. Jhd. eines der wichtigsten Lehrbücher über Orgelbau schrieb, das heute noch in vielen Bereichen seine Gültigkeit hat. 

Das Instrument hat mechanische Schleifladen, strahlenförmige Traktur ohne Wellenbretter, nach Töpfer. Die Balganlage steht im Turm.  

Restaurierung und Ergänzung des zu 80% übernommenen originalen Pfeifenwerkes und Neuanlage der fehlenden Technik nach vorhandenen Vorbildern 1997. Für die fehlenden Register wurden Vorbilder in den noch wenigen, kleinen Orgeln, die von ihm erhalten sind, gefunden. Die erste Orgel, die Giesecke selbständig baute, steht in der ev. luth. Kirche in Moringen. 

Weitere Bilder der Orgel
895 rosdorf 1